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Motorwäsche

 Autowäsche ist immer auch ein bisschen Ansichtssache.

Motorwäsche heißt,den Motor unter der Haube von außen blitzblank machen.

Ein schmutziger Motor läuft nicht viel schlechter als ein gewaschener - aber er ist unappetitlich. Man wechselt ja auch seine Unterhosen! Bei Pannen erspart der saubere Motor viel Sucharbeit und Seife für die Finger. Und es kommt sogar vor, daß Schmutz auf dem Motor eine Panne verursacht.

Motorwäsche kann man bei der Tankstelle bestellen. Nicht bei allen Tankstellen herrscht diesbezügliche Erfahrung. Irgendwo findet der Wäscher eine Büchse Kaltreiniger, eine scharfe Sache, die er über den Motor gießt, danach mit Schlauch Wasser darauf donnert. Der Erfolg solchen Tuns:

Motor humpelt, Lichtmaschine setzt aus, Scheinwerfer haben Kaltreiniger im Gehäuse, Reflektoren erblinden, weitere Stromverbraucher fallen nach einigen Tagen aus, weil elektrische Kontakte korrodieren, manchmal hat man Löcher im Lack. Und in 25% der Fälle will nach einer Stunde der Motor nicht mehr anspringen, weil Wasser im Verteilerkopf sich ausgebreitet hat. So ist Motorwäsche ein verdammtes Risiko.


Wer dennoch einen sauberen Motor will, der Tankwart kein Vertrauensmensch ist, dann lieber selber machen:

Motordusche kaufen, einen trockenen Tag abwarten, wenn er nicht eine geeignete Garage mit Schlauch und Ölabscheider hat und einen Waschplatz aufsuchen. Wichtige Teile des Motors mit Plastiktüten überziehen (Verteiler, Lichtmaschine, Wischermotor, etc..) und was sonst empfindlich gegen beißende Feuchtigkeit ist

Motordusche aufsprühen. Zehn Minuten warten, auch wenn`s schwerfällt. Dann erst Wasserschlauch nehmen, mit Rieselstrahl alles absprühen. Trocknen lassen, zumindest eine Stunde. Kerzenstecker abziehen, Isolatoren säubern. Plastiktüten abziehen, Motor Starten, gleich Gas geben! (Der Kühl-Lüfter hilft Wasser vertreiben). Dies fünf Minuten lang, besser noch länger.

Am Ende:

Metallkonservierer auf den Motor und in alle Fugen Sprühen! Notfalls auch Chassiöl oder Antirostspray (z.B. Caramba), damit der Motor nicht völlig entfettet bleibt, sich kein Rost ansetzt.

Wer sein Auto noch mehr liebt z.B. an einem langweiligen Samstag: Aus der Ölkanne Tröpfchen auf Gelenke des Vergasergestänges, auf äußerlich bewegte Vergaserteile, sonstige Hebelchen, Bowdenzüge. Gewöhnliches Abschmierfett auf die Pole des Akkus bzw. Polklemmen.

So scheint das eine Sache nur für Verrückte zu sein. Verrücktsein gehört zur Liebe. Es ist deprimierend, eine Haube zu öffnen und einen verschmierten Motor zu erblicken. Es ist wonnig, unter der Haube einen blitzenden Motor zu haben.

Versuchen Sie`s mal! Ein neues Autogefühl.

Eine turnusmäßige Reinigung wie sie etwa für den Lack oder die Felgen empfohlen wird, ist beim Motor nicht erforderlich.

Publiziert am: Sonntag, 25. Mai 2008 (4817 mal gelesen)
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